ZfP Südwürttemberg
Uni Ulm Forschung Kinder-und Jugend-Psychiatrie
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Leitung: Fr. Prof. Dr. Isabel Böge

 

Forschung in der KJPP am ZfP Südwürttemberg ist parallel zur Grund­tendenz des Hauses eng am Patienten und an klinischen Frage­stel­lungen orientiert. Diese basiert v.a. auf den Grundlagen der Versorgungsforschung. So hinterfragen wir uns kontinuierlch in unserer angebotenen Versorgung für den Patienten, entwickeln innovative Behandlungsmethoden aus dem Stationsalltag heraus und  evaluieren diese Behandlungskonzepte wissenschaftlich. Unsere Abteilung hat den Anspruch zu belegen, dass unsere therapeutischen Schwerpunkte, Konzepte und Weiterbildungsinitiativen sinnvoll sind, damit wir anhand der wissenschaftlichen Evaluation die Behandlungsmethoden anpassen können.

Wir untersuchen die Wirk­sam­keit von Erleb­nis­therapie, die in der Ab­teilung einen bedeut­samen und von allen Berufs­gruppen ge­tragenen Stellen­wert hat. Wir setzen einen Schwer­punkt auf alter­native Ver­sorgungs­formen zur klassischen stationären Behand­lung und evaluieren und be­forschen so seit 2011 Home­treatment in ver­schiedenen Modellen der Versorgung (BezuHG-Behandelt zuhause gesund werden und StäB - Stationsäqui­valente Be­handlung) dabei. Wir beforschen mögliche Synergie­effekte von Ver­sorgungs­systemen wie PIA in Praxis und Evalua­tion der inter­dis­ziplinären Kinder-Psycho­somatik­stationen. Ver­tiefend haben sich aus diesen Themen For­schungs­frage­stel­lungen ent­wickelt, die eher der Grund­lagen­forschung zuzu­rechnen sind, etwa die Unter­suchungen zur Selbst­wirk­samkeits­erwartung bei sucht­kranken Jugendlichen.

Ebenso haben wir in Zusammen­arbeit mit der KJPP der Uni Ulm einen Fokus auf die Schnitt­stellen­problematiken zwischen den Psycho­sozialen Systemen wie Jugend­amt und Kinder- und Jugend­psychiatrie, oder Schule und Kinder- und Jugend­psychiatrie ge­setzt und diese in den Pro­jekten AsPeKTe(Aussagen zu Schnitt­stellen­ko­ordination bei psychisch er­krankten Kindern und Teens, bei dem wir Kinder, Jugend­liche und Eltern zu er­lebtem Schnitt­stellen­manage­ment befragt und Aus­sagen zu einem gute Entlas­smanagement ent­wickelt haben) und CCSchool (Continuum of Care School, zur besseren Ver­netzung von den Systemen Schule und KJPP mit auf­suchenden Be­handlungs­angeboten in der Schule)in den Blick genommen. Im Projekt Dazugehören Baden-Württemberg, wird die Schnitt­stelle des Ein­gliederungs­managements mit der KJPP im Alter der Transition in den Blick ge­nommen. Für Kinder psychisch kranker Eltern wurde im Projekt Esmeralda ein Behand­lungs­manual zur Gruppen­therapie entwickelt, und kontinuierlich weitergeführt.

Auch die Aus­wertung der Patienten- und Eltern­zufrieden­heit im Rahmen der Qualitäts­sicherung in unserer Ab­teilung wird wieder­holend mit einem in der Weissenau ent­standenen In­strument in Ulm extern durchgeführt und geht gleich in einen Bench­mark­prozess mit weiteren Kliniken aus Hessen und Niedersachsen ein.

Zentrenüber­greifend führen wir für die Bundes­arbeits­gemeinschaft Lei­tender Klinikärzte Er­hebungen durch, die der Analyse von Trends in der Ver­sorgungs­landschaft dienen, so Um­fragen zur Geschlossenen Unter­bringung, zur Ver­netzung, zur Trauma­therapie, zum Opfer­entschädigungs­ausgleich u.a.m.

Forschung in der Abteilung Kinder- und Jugendpsychiatrie am ZfP Weissenau ist demnach so viel­fältig, kreativ,über­raschend und lebendig wie unsere Mitarbeiter und unsere Patienten.